Psychotherapie
Die Frage, ob eine Psychotherapie für Sie sinnvoll sein kann, lässt sich am besten in einem gemeinsamen Gespräch klären.
Ich biete Psychotherapie in den Sprachen Deutsch und Englisch an. Außerdem verfüge ich über gute Sprachkenntnisse in Spanisch und Niederländisch.
Allgemein
Was ist Psychotherapie?
Psychotherapie ist eine Behandlung von psychischen Erkrankungen über ein persönliches Gespräch mithilfe von Verfahren, Methoden und Techniken (z.B. freie Mitteilung von Gedanken und konkrete Aufgaben um z.B. Ängste zu bewältigen). Psychische Erkrankungen können das Erleben, das Verhalten sowie das geistige und körperliche Wohlbefinden stark beeinträchtigen und mit Leid, Angst, Verunsicherung und Einschränkungen der Lebensqualität einhergehen. Jede*r Mensch kennt psychische Beschwerden und gerät im Laufe des Lebens in verschiedene Krisen. Eine Psychotherapie ist dann ratsam, wenn psychische Probleme nicht mehr allein oder mit Hilfe der Familie oder von Freunden gelöst werden können, zu Krankheitserscheinungen führen und die alltäglichen Anforderungen des Lebens nicht mehr bewältigt werden können.
Wie funktioniert Psychotherapie?
Die psychotherapeutische Behandlung hilft seelisches Leid und seelische Krankheit durch das Gespräch mit einer/ einem Therapeut*in mit spezieller Ausbildung zur Behandlung psychischer Erkrankungen zu lindern oder zu bessern. Einzelbehandlungen haben in der Regel eine Dauer von 50 Minuten. Auf dieser Grundlage bietet Psychotherapie die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen das eigene Erleben und Verhalten sowie Beziehungserfahrungen zu besprechen, zu erleben und zu überdenken und infolge dessen Veränderungen auszuprobieren und herbeizuführen.
Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie ist eine von mehreren Therapieformen, mit denen sich psychische Beschwerden behandeln lassen.
Der Ausgangspunkt der Verhaltenstherapie ist die Annahme, dass unser aktuelles Denken, Fühlen und Handeln das Ergebnis eines lebenslangen Lernprozesses ist. Von unserer Kindheit an lernen wir, mit welchen Verhaltensweisen und Strategien wir verschiedenen Problemen begegnen können. Strategien, die sich als hilfreich herausstellen, verfestigen sich im Laufe unseres Lebens. Manchmal können aber Verhaltensweisen, die sich zur Lösung eines bestimmten Problems bewährt haben, Probleme in anderen Bereichen verursachen und so psychisches Leid erzeugen.
In einer Verhaltenstherapie suchen wir gemeinsam neue Alternativen zu bestehenden Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühlen, um diese in Ihrem Verhalten zu etablieren und Ihre Lebensqualität langfristig zu verbessern. Dabei werden die bereits vorhandenen Stärken und Fähigkeiten herausgearbeitet und für den Veränderungsprozess nutzbar gemacht.
Verhaltenstherapeutische Methoden haben oft eine sehr lebensnahe und pragmatische Sichtweise auf psychische Probleme. Sie können uns helfen direkt im Hier & Jetzt neue Wege zu erlernen unsere Probleme zu erkennen und zu lösen.
Gruppentherapie
Bei der Gruppenpsychotherapie werden 3 bis 9 Personen in einer Gruppe gemeinsam behandelt. Dies bietet Ihnen die Gelegenheit, im Austausch mit anderen Menschen zu stehen, Ihre Anliegen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, neue Perspektiven kennen zu lernen und sich in einer Gruppe zu erleben. Die Gruppen finden wöchentlich zu einem festen Termin (entweder dienstags um 15 oder um 17 Uhr, oder mittwochs um 14 oder um 16 Uhr) statt und dauern 100 Minuten. Ich arbeite mit vorwiegend geschlossenen (gemeinsamer Start und Ende) Gruppen. Dabei arbeite ich mit gemischten und Diagnose-übergreifenden Gruppen. Die Teilnehmer*innen entscheiden selbst, welche Themen besprochen werden sollen. Die Kosten werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Die Aufnahme erfolgt über 4 Einzelgespräche, bei denen wir gemeinsam feststellen, ob eine Gruppenbehandlung für Sie infrage kommt.
Während der Gruppe steht Ihnen frei, wie weit Sie sich öffnen und den anderen Teilnehmer*innen Einblick in Ihre Anliegen geben. Viele Menschen haben zum Beispiel Schwierigkeiten, zufriedenstellende Beziehungen zu anderen aufzubauen oder ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und auszudrücken. Oft liegen die Ursachen für diese Probleme in Erfahrungen in der Kindheit – z.B., wenn die Eltern ihre Kinder sehr streng erzogen oder emotional vernachlässigt haben.
Mithilfe der sozialen Dynamik in der Gruppe besteht die Möglichkeit, den Zusammenhang zwischen aktuellen Gefühlen, Verhaltensweisen und ihren Ursachen zu erforschen. Hierbei arbeite ich vor allem mit dem Hier und Jetzt. d.h. ich arbeite mit Feedback/Resonanz der Teilnehmenden ("Welche Gedanken und Gefühle hat das bei Ihnen ausgelöst?"). In der Gruppen-Dynamik werden alte Muster, oft reinszeniert. Das bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit Themen, denen Sie in Ihrem Leben begegnen mit der Gruppe zu bearbeiten. Auf diesem Weg können Sie ein wertschätzendes Verständnis für sich und Ihr Verhalten und ggf. alternative und günstigere Denk- und Verhaltensweisen entwickeln. Als Beispiel können Sie hier lernen, wie Sie Konflikte aktiv anzusprechen.
Der Ablauf gestaltet sich folgendermaßen. Zunächst beginne ich mit einer kurzen angeleiteten Achtsamkeitsübung, die dazu dient, dass Sie Zeit haben innerlich im Raum anzukommen. Anschließend gibt es eine Anfangsrunde, in der alle Teilnehmenden ihr aktuelles Wohlbefinden und ihre Anliegen mitteilen können. Die Themen werden dann gemeinsam mit der Gruppe ausgewählt. Immer wieder beziehe ich die ganze Gruppe mit ein, um Feedback und Resonanz einzuholen. Am Ende der Sitzung gibt es eine Abschlussrunde, in der Sie sich mitteilen können.
Hierbei gelten bestimmte Regeln. Die Therapie findet in einem geschützten Raum statt und nichts, was in der Gruppe besprochen wird, darf an Außenstehende weitergegeben werden. Zudem ist ein respektvoller und wertschätzender Umgang in der Gruppe eine Grundvorraussetzung. Wichtig ist auch, dass Sie auf Ihre Grenzen achten und sich jederzeit mitteilen können, wenn Sie sich aus irgendeinem Grund nicht wohl fühlen, ein starkes Gefühl verspüren oder ähnliches.
Ihre Fragen können wir gerne bei einem persönlichen Erstgespräch klären.
Kosten
Privatversicherte, Beihilfe und Selbstzahler
In der Regel übernehmen die privaten Krankenkassen die Kosten für eine Psychotherapie. Die Gebühren für Privatversicherte und Selbstzahler richten sich nach der geltenden Gebührenordnung für Psychotherapeut*innen (ca. 130€/Termin).
Gesetzliche Krankenkassen
Da ich eine vertragsärztliche Praxis führe, werden die Kosten einer Psychotherapie bei vorhandener Indikation sowohl für Gruppentherapie als auch Einzeltherapie vollständig von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Hierbei gibt es vereinzelt Ausnahmen, das können wir im Erstgespräch dann abklären - die Erstgespräche werden immer von den Krankenkassen übernommen.
Wie beantrage ich eine Psychotherapie?
Vor Beginn einer Psychotherapie finden Probegespräche, sogenannte Sprechstunden und probatorische Sitzungen, statt. Hierbei prüfen Patient*in und Therapeut*in gemeinsam, ob die "Chemie" zwischen ihnen stimmt und eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung aufgebaut werden kann. Ich erkläre Ihnen dann die Vorgehensweise. Therapieziele, Behandlungsplan und voraussichtliche Therapiedauer werden gemeinsam besprochen und festgelegt. Entscheiden sich Patient*in und Therapeut*in für eine Psychotherapie, wird bei Ihrer Krankenkasse ein Antrag auf Übernahme der Kosten gestellt.